Zukunftsfähiges Lidl Verwaltungs- und Warenverteilzentrum in Bietigheim nimmt den Betrieb auf

22.05.2026 | Bad Wimpfen

Zukunftsfähiges Lidl Verwaltungs- und Warenverteilzentrum in Bietigheim nimmt den Betrieb auf

Zukunftsfähiges Lidl Verwaltungs- und Warenverteilzentrum in Bietigheim nimmt den Betrieb auf

Lidl setzt einen Meilenstein für seine Logistikinfrastruktur in Süddeutschland: An der Muggensturmer Landstraße 7 eröffnete der Lebensmitteleinzelhändler gestern gemeinsam mit dem Bürgermeister der Gemeinde Bietigheim, Constantin Braun, feierlich sein neues, hochmodernes Verwaltungs- und Warenverteilzentrum. Auf einer Gesamtfläche von rund 154.000 Quadratmetern nimmt der neue Standort im Juli den operativen Betrieb auf. Ab diesem Zeitpunkt steuert der Frische-Discounter von hier aus die effiziente Versorgung von bis zu 100 Lidl-Filialen in Baden-Württemberg mit Lebensmitteln und Waren des täglichen Bedarfs. Das Einzugsgebiet reicht dabei von Städten wie Rastatt, Karlsruhe, Baden-Baden und Calw bis hin zu Pforzheim, Leonberg, Sindelfingen sowie Böblingen.  

„Mit dem neuen Standort bringen wir moderne Logistik direkt in die Region. Damit verkürzen wir unsere Wege spürbar und stärken die Nahversorgung in Baden-Württemberg nachhaltig. Dass wir dieses Projekt als echtes Gemeinschaftswerk zusammen mit der Gemeinde Bietigheim und dem Landratsamt Rastatt realisieren konnten, ist für uns ein besonderer Erfolg“, betont Marc Karl-Huber, Geschäftsführer der Lidl Bietigheim Vertriebs-GmbH & Co. KG.

Stärkung der regionalen Infrastruktur und Schaffung neuer Arbeitsplätze

Das Gebäude mit einer Gesamtnutzfläche von rund 44.000 Quadratmetern spielt künftig eine zentrale Rolle im Logistiknetzwerk von Lidl in Deutschland. Durch die gezielte Bündelung der regionalen Warenströme spart Lidl Emissionen ein und stellt gleichzeitig eine jederzeit flexible sowie zuverlässige Warenversorgung sicher. 

Gleichzeitig stärkt Lidl mit dem vergrößerten Logistikstandort den lokalen Arbeitsmarkt: Rund 250 Mitarbeiter sind in der Verwaltung und Logistik in Bietigheim tätig. „Nach der intensiven Bauzeit ist es ein positives Signal für Bietigheim, dass der Betrieb nun offiziell startet. Die Ansiedlung ist für unsere Gemeinde ein großer Gewinn, da hier perspektivisch bis zu 200 zusätzliche Arbeitsplätze und gute Ausbildungschancen für die Menschen in der Region entstehen können”, erklärt Constantin Braun, Bürgermeister der Gemeinde Bietigheim. 

Nachhaltiges Bauen: Erfolgreiche Brownfield-Nutzung

Hervorzuheben ist die ökologische Verantwortung bei der Realisierung des Projekts: Bei der genutzten Fläche handelt es sich um ein sogenanntes Brownfield – ein ehemaliges Gerätelager der Bundeswehr. Durch den fachgerechten Rückbau der Altbestände und eine umfassende Altlastensanierung wurde die Fläche revitalisiert, ohne neuen Boden zu versiegeln. Im Sinne der Kreislaufwirtschaft verwendete der Lebensmitteleinzelhändler dabei rund 15.000 Kubikmeter Recyclingmaterial aus den Bestandsgebäuden für die Errichtung des Neubaus wieder.

Zukunftsweisendes Energiekonzept und umfassende Biodiversität

Das Verwaltungs- und Warenverteilzentrum setzt auf ein effizientes Energiekonzept: Der Primärenergiebedarf wird am Standort um 75 Prozent gegenüber dem Referenzgebäude gesenkt, womit der gesetzliche GEG-Standard (55 Prozent) um rund 20 Prozentpunkte unterschritten wird. Damit unterstreicht Lidl seinen hohen Anspruch an eine zukunftsfähige und nachhaltige Bauweise. Die Kälteanlage wird ausschließlich mit natürlichen Kältemitteln betrieben. Dank einer effizienten Wärmerückgewinnung wird die entstehende Abwärme zur Beheizung des Lagers sowie des Verwaltungsgebäudes genutzt, wodurch der Einsatz fossiler Brennstoffe vollständig entfällt. Auf den Dächern des Komplexes sorgt zudem eine Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 1,4 Megawatt-Peak (MWp) für die Produktion von rund 1,2 Millionen Kilowattstunden Strom pro Jahr, wodurch gut ein Fünftel des gesamten Strombedarfs direkt vor Ort gedeckt wird. 

Ergänzt wird dieses zukunftsweisende Energiekonzept durch weitreichende ökologische Maßnahmen auf dem gesamten Gelände. Dazu zählen rund 18.000 Quadratmeter Gründach auf dem Hauptgebäude und dem Parkhaus sowie eine begrünte Lärmschutzwand. Auch der Schutz der heimischen Tiere hat für den Lebensmitteleinzelhändler Priorität: So sicherte Lidl den Artenschutz bereits im Vorfeld durch eine engmaschige ökologische Begleitung ab. Dabei wurden streng geschützte Eidechsen- und Fledermauspopulationen fachgerecht in vorbereitete Ersatzhabitate in der direkten Umgebung umgesiedelt. Gleichzeitig wurden 10.000 Quadratmeter Blühflächen für Wildbienen und Nützlinge angelegt und circa 130 Bäume neu gepflanzt. Ein modernes Wassermanagement, bestehend aus einem Versickerungsbecken mit vorgelagertem Retentionsbodenfilter zur natürlichen Regenwasseraufbereitung, rundet das nachhaltige Profil des Standorts ab. 

Fokus auf nachhaltige Mobilität 

Den Mitarbeitern stehen am Standort moderne E-Ladesäulen mit AC- und DC-Lademöglichkeiten zur Verfügung. Zudem ist die Infrastruktur bereits für die Zukunft gut gerüstet: Spezifische Ladepunkte für E-Lkw befinden sich in der Planung, um die emissionsfreie Belieferung der Filialen weiter voranzutreiben.

Mit der Inbetriebnahme in Bietigheim setzt Lidl ein deutliches Signal für die nachhaltige Stärkung des Logistikstandortes Baden-Württemberg und investiert in eine zukunftsfähige Infrastruktur, die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit mit hoher ökologischer und sozialer Verantwortung verknüpft.
 

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