Saskia-Flasche

Kreislaufwirtschaft bei Lidl

Einsatz für mehr Recycling

Für das Kerngeschäft von Lidl, den Handel mit Lebensmitteln, sind Wertstoffe als Transport- und Verpackungsmaterial unverzichtbar. Als einer der großen Inverkehrbringer von Kunststoffverpackungen in Deutschland, übernimmt Lidl als Teil der Schwarz Gruppe Verantwortung für den ressourcenschonenden Umgang mit diesem Material. Ausgehend von der Abteilung „Entsorgungslogistik“ bei Lidl Deutschland wurde 2009 die GreenCycle gegründet, durch deren Expertise bis heute ein umfassendes Wertstoffmanagementsystem etabliert wurde, das im europäischen Handel einzigartig ist. Es umfasst neben dem Einsatz von Verpackungen im Verkauf auch deren Sammlung, Sortierung und Recycling. Wissenschaftlich belegt ist, dass jede Tonne recycelten Kunststoffs aus Verkaufsverpackungen zwischen 1,5 und 3,2 Tonnen CO2 einspart. Diese Erkenntnis spiegelt sich auch in unserer ganzheitlichen, internationalen Plastikstrategie REset Plastic wider, die 2018 von der Schwarz Gruppe ins Leben gerufen wurde. Gemeinsam wird darin die Vision „Weniger Plastik – Geschlossene Kreisläufe“ verfolgt.

Der Wertstoffkreislauf bei Lidl

Die Lidl-Kreislaufflasche

Der Flaschenkreislauf

Bei Lidl in Deutschland sind seit Sommer 2021 über 60 Artikel der Getränke-Eigenmarken von „Saskia“, „Freeway“ und „Solevita“ in Flaschen aus 100% recyceltem PET abgefüllt (abgesehen von Deckel und Etikett).

Hinter dem einzigartigen Flaschenkreislauf steht jahrelange gemeinsame Forschungs- und Entwicklungsarbeit der MEG und Lidl. Den Unternehmen mit bundesweit fünf Getränke- und drei Recyclingwerken ist es gelungen, das Flaschengewicht seit 2008 immer weiter zu reduzieren und den Rezyklatanteil immer weiter zu steigern. Eine 1,5-Liter-Flasche wiegt heute zwischen 24 und 26 Gramm, was einer Rohstoffersparnis von bis zu 70 Prozent gegenüber herkömmlichen PET-Flaschen entspricht. Damit hat Lidl gleichzeitig eine der leichtesten Flaschen auf dem Markt.
 

Weitere Beispiele für gelungenes Recycling: Umkartons aus Pappe

Pappkartons

Neben Plastik in unseren Eigenmarkenverpackungen arbeiten wir auch in vielen anderen Bereichen daran, Kreisläufe zu schließen. Insbesondere beim Recycling von Pappe und Kartonagen ist Lidl hier erfolgreich. Die „Kollie“ genannten Kartonumverpackungen der Produkte werden in den Filialen gesammelt und zu Ballen gepresst. So kommen jährlich tausende Tonnen Wertstoff zusammen, die nach dem Recycling zu neuen Kartons für unsere Eigenmarkenprodukte werden und dann den Weg zurück in unsere Filialen finden. Bis zu sieben Mal kann man Altpapier recyceln, bis die Fasern für die Papierherstellung zu kurz werden. Der ökonomisch sinnvolle Ansatz  - das eingesetzte Recyclingmaterial reduziert den Aufwand für neue Materialbeschaffungen – ist zudem ein Gewinn für die Umwelt. Das Umweltbundesamt sieht die Vorteile von Recyclingpapier insbesondere in der Schonung des Naturraums, der Wasserersparnis und der Vermeidung von Abwasserbelastung.

Kundeninformationen zu Recycling

Lidl führt im Rahmen der Plastikstrategie REset Plastic sukzessive Trennhinweise auf Eigenmarkenverpackungen ein. Ziel ist es, die Kunden zu motivieren, ihre Verpackungen richtig zu entsorgen und so einen Beitrag zu einem besseren Recycling zu leisten.

Direkt auf der Verpackung geben die Trennhinweise Auskunft über die Materialien, aus denen die einzelnen Verpackungskomponenten bestehen, und erleichtern somit die korrekte Entsorgung. Im Sommer 2020 hatte eine repräsentative Online-Befragung zum Thema Abfalltrennung in Deutschland gezeigt, dass sich über 80 Prozent der Befragten leicht zugängliche Informationen zum Trennen von Verpackungen wünschen - am besten direkt auf dem Produkt. Genau hier setzen die Trennhinweise an.

Die richtige Abfalltrennung erleichtert das Recycling. Richtig getrennt sind zum Beispiel Folien, Schalen und Plastikverpackungen für uns die Wertstoffe von morgen.

Durch Verbraucheraufklärung und Verbandsarbeit will auch das Initiativbündnis Gelbe Tonne (geTon) zur besseren Abfalltrennung beitragen. Lidl unterstützt geTon seit 2019 gemeinsam mit Kaufland und dem Wertstoffmanagementunternehmen der Schwarz Gruppe, PreZero.

Für die Junior Uni in Wuppertal hat die Initiative in kurzen Videos kindgerecht dargestellt, welche Abfälle in welche Tonne gehören.