Image_Fair handeln_Fairtrade Kakaobauer

Seit 20 Jahren zusammen erfolgreich

Lidl und Fairtrade

Als Branchenvorreiter arbeitet Lidl bereits seit 2006 mit Fairtrade Deutschland e.V. zusammen und hat als erster Lebensmittelhändler in Deutschland eine Fairtrade-zertifizierte Eigenmarke eingeführt. Unter der Eigenmarke Fairglobe erweitern wir unsere fair gehandelten Produkte ständig. Die klar definierten Fairtrade-Standards schreiben u. a. die Zahlung einer Prämie für Produzentengruppen in Afrika, Lateinamerika und Asien vor. Diese können so Dörfer und Familien aus eigener Kraft stärken und Lebens- und Arbeitsbedingungen vor Ort nachhaltig verbessern. Sie erhalten eine Stimme und entscheiden selbstbestimmt. Die Standards werden regelmäßig vor Ort überprüft. Im Mai 2019 weitete Lidl in Deutschland sein Angebot an Bananen mit Fairtrade-Zertifizierung aus, sodass die konventionelle Banane mit Fairtrade-Zertifizierung für Kunden in ganz Deutschland erhältlich ist. Heute umfasst das Sortiment Fairtrade-zertifizierter Artikel bei Lidl über 400 Produkte. 2026 haben wir einen weiteren wegweisenden Meilenstein gesetzt: Als erster deutscher Lebensmitteleinzelhändler stellten wir unser gesamtes Eigenmarken-Tafelschokoladensortiment in der Festlistung auf das von Fairtrade entwickelte ‚Living Income‘-Programm um. Mit dem auf mindestens fünf Jahre angelegten Commitment leisten wir einen verlässlichen Beitrag dazu, existenzsichernde Einkommen für Kakaobauern in Ghana und der Elfenbeinküste zu fördern. Für dieses zukunftsweisende Programm zeichnete die Fairtrade Awards Jury Lidl 2026 mit dem 1. Platz in der Kategorie „Unternehmen“ aus. 

  • Start der Partnerschaft

    Mit Fairglobe führt Lidl als erster Lebensmittelhändler in Deutschland eine Fairtrade-zertifizierte Eigenmarke ein.  

  • Fairtrade-Kakao

    Lidl wird einer der ersten Partner im Fairtrade-Kakaoprogramm. 

  • Auszeichung

    Lidl gewinnt den Fairtrade-Award in der Kategorie Handel und feiert das Fairtrade-Jahr mit zahlreichen Aktionen, die den fairen Handel in die Mitte der Gesellschaft bringen.
     

  • Way to Go Schokolade

    Lidl listet Way to Go ein - eine Fairtrade-zertifizierte Schokolade mit Zusatzprämien für Bauern in Ghana.

  • Existenzsichernde Löhne für Arbeiter

    Lidl bietet ausschließlich Bananen von Plantagen an, für die Lidl zusätzlich einen Preisaufschlag zahlt, um den sogenannten Referenzpreis für existenzsichernde Löhne für Arbeiter in den Erzeugerländern zu gewährleisten.

  • Ausweitung Way to Go

    Erweiterung des Way to Go Sortiments um Orangensaft und Orange-Mango-Nektar

  • Umstellung auf Living-Income Programm

    Lidl stellt das gesamte Tafelschokoladen-Standardsortiment seiner Eigenmarken (wie Fin Carré, J.D. Gross und Vemondo) auf ein "Living Income"-Programm um, um einen verlässlichen Beitrag zu existenzsichernden Einkommen für Kakaobauern in Ghana und der Elfenbeinküste zu leisten.
    Lidl gewinnt Fairtrade Award 2026 in der Kategorie “Unternehmen”.

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Schokolade bei Lidl - so schmeckt Verantwortung

Der Kakaosektor steht vor einem Paradoxon: 2024 erreichten die Kakaopreise an den Börsen historische Höchststände von über 10.000 US-Dollar pro Tonne. Trotzdem leben 30 bis 60 Prozent der Kakaobauern in Ghana und der Elfenbeinküste in extremer Armut. Hohe Weltmarktpreise kommen nicht vollständig bei den Kakaobauern an und lösen die strukturellen Probleme nicht. Daher braucht es Unternehmen, die langfristig und verbindlich in zukunftsfähige Lieferketten investieren.
Als erster Lebensmitteleinzelhändler in Deutschland stellt Lidl 2026 sein gesamtes Eigenmarken-Tafelschokoladensortiment in Festlistung auf ein neues Living Income-Programm um, das von Fairtrade entwickelt wurde. 
Das Programm geht über bestehende Fairtrade-Standards hinaus: Lidl zahlt einen festen Betrag pro Tonne Kakao – den sogenannten Booster – zusätzlich zum Fairtrade-Mindestpreis und zur Fairtrade-Prämie sowie dem Living Income Reference Price (LIRP). Der Booster fließt in Produktivitätssteigerung und Einkommensdiversifizierung. Die Fairtrade-Prämie und der mögliche Living Income Reference Price werden an die Kakao-Kooperativen und -Produzenten ausgezahlt. 
Um die Wirkung dieser Maßnahmen zu dokumentieren, führt der Lebensmitteleinzelhändler gemeinsam mit Fairtrade Baseline Assessments durch. Diese dienen als Referenzwert für den Vergleich mit späteren Projektergebnissen.  
Für das Projekt schaffen Fairtrade und Lidl in der ersten Phase, seit März 2026 die notwendigen Grundlagen. Ein vergleichbar skaliertes Vorhaben existiert in der Branche bislang nicht. 
Der Booster gilt ab August 2026 für das vollständige Tafelschokoladen-Standardsortiment der Lidl-Eigenmarken “Fin Carré”, “J.D. Gross” und “Vemondo”. Die Mehrkosten trägt Lidl, ohne sie an die Verbraucher weiterzugeben. 

„Die Umstellung des gesamten Tafelschokoladensortiments der Lidl-Eigenmarken setzt einen neuen Branchenstandard: Wir tragen zu existenzsichernden Einkommen von Kakaobauern bei und lassen nachhaltigen Schokoladengenuss für jeden erschwinglich werden. Damit zeigen wir, dass sich Verantwortung und günstige Preise nicht ausschließen.“

Christoph Graf
Geschäftsleiter Einkauf, Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG
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Über ein Jahrzehnt Engagement für fairen Kakao

Lidl engagiert sich seit mehr als zehn Jahren für fairere Bedingungen im Kakaosektor. 2014 wurde der Lebensmitteleinzelhändler einer der ersten Partner im Fairtrade-Rohstoff-Programm für Kakao. Seit 2017 stammt der Kakao aller Eigenmarken zu 100 Prozent aus nachhaltig zertifiziertem Anbau. Die Tafelschokoladen im Festsortiment tragen seit 2022 ausschließlich das Fairtrade- oder das Fairtrade-Rohstoff-Siegel. Mit der Eigenmarke "Way To Go" ging Lidl im Jahr 2020 gemeinsam mit Fairtrade noch einen Schritt weiter in Richtung existenzsichernder Einkommen. Seit Projektbeginn profitierten durch die “Way To Go”-Schokoladen über 2.200 Kakaobauern in Ghana von einer Zusatzprämie und Investitionen in landwirtschaftliche Projekte. Zudem ist Lidl Gründungsmitglied des Forum Nachhaltiger Kakao (GISCO). Das hat sich zum Ziel gesetzt, dass bis 2030 mindestens 90 Prozent der beliefernden Kakaobauernhaushalte ein existenzsicherndes Einkommen erreichen. 

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Bananensortiment aus fairem Handel

Unser gesamtes Bananensortiment ist seit 2022 noch fairer geworden

Im Jahr 2022 hat Lidl als erster Einzelhändler in Deutschland beschlossen, nur noch Bananen von Plantagen anzubieten,  für die existenzsichernde Löhne für Arbeiter in den Erzeugerländern gezahlt werden. Dies gilt für das gesamte Bananenangebot, darunter Bio- und konventionelle Bananen aus fairem Handel sowie konventionelle Rainforest Alliance-zertifizierte Bananen zum Einstiegspreis. Damit haben wir die Umstellung auf „Living Wage“-Bananen ermöglicht.
Mit diesem Schritt tragen wir entscheidend dazu bei, dass Plantagenarbeiter in den Erzeugerländern von ihrer Arbeit ihren Lebensunterhalt bestreiten und Perspektiven für ihre Familien sichern können. Unser Ziel ist es, den fairen Bananenhandel nachhaltig zu unterstützen und mit dem Angebot an „Living Wage“-Bananen langfristig neue Standards im Bananensortiment in Deutschland zu setzen. 

Wir haben gemeinsam mit unseren Geschäftspartnern, Fairtrade, IDH, FLOCERT und den Erzeugern vor Ort ein System entwickelt, um sicherzustellen, dass der erforderliche Preisaufschlag für existenzsichernde Löhne genau ermittelt und der Referenzpreis für existenzsichernde Löhne an die Plantagen durch Lidl und seine Geschäftspartner gezahlt wird. In einem vierstufigen Prozess werden alle relevanten Akteure geschult, die Daten erhoben, Daten überprüft und die Lidl-anteilige Lohnlücke geschlossen.

In vier Schritten auf dem Weg zu fairen Löhnen

Grundlage ist ein standardisierter Projektzyklus, der jährlich durchlaufen wird:

  • 1. BefähigenSchulung aller Stakeholder zur präzisen Abbildung der tatsächlichen Lohnsituation
  • 2. Daten erhebenErfassung aller Informationen zur Ermittlung der Lohnlücke und zur Berechnung einer Ausgleichsprämie
  • 3. Daten überprüfenDatenplausibilisierung und stichprobenartige Audits vor Ort durch FLOCERT
  • 4. AuszahlenEntwicklung von Maßnahmenplänen zur Schließung der Lücke durch Prämien

Das Ziel: Jeder, der in der Bananenlieferkette für Lidl arbeitet, soll besser von seiner Arbeit leben können. Denn ein existenzsichernder Lohn – ein „Living Wage“ – bedeutet mehr als nur ein regelmäßiges Einkommen. Er schafft die Basis für ein menschenwürdiges Leben: für Schulbildung, medizinische Versorgung, sicheres Wohnen, ausreichende Ernährung, Mobilität, Kleidung und ein Stück finanzielle Unabhängigkeit. Deshalb gehen wir diesen Weg nicht halbherzig, sondern entschlossen und mit dem Anspruch, echte Veränderungen zu bewirken.

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Fairtrade-Siegel

Das Fairtrade-Siegel steht für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der Kleinbauern sowie Beschäftigten in Lateinamerika, Asien und Afrika. Die Erzeuger erhalten einen stabilen Mindestpreis und eine Fairtrade-Prämie. Ob für den Bau einer Schule, einer Krankenstation oder Investitionen in die lokale Infrastruktur – wofür die Kleinbauern und Beschäftigten die Prämie verwenden, entscheiden sie selbst. Fairtrade verbietet Zwangsarbeit und illegale Kinderarbeit, fördert den Umwelt- und Klimaschutz und unterstützt die Erzeuger durch Schulungen und Beratung. Die Einhaltung der Fairtrade-Standards überprüfen unabhängige Auditoren vor Ort.

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Rainforest Alliance

Das Rainforest Alliance-Siegel kennzeichnet Produkte, die vollständig bzw. mit wesentlichen Zutaten aus Rainforest-Alliance-zertifizierten Farmen und Wäldern stammen. Die Herkunftsorte müssen nach strikten Richtlinien des SAN – Sustainable Agriculture Networks (Netzwerk für nachhaltige Landwirtschaft) – mit Kriterien für Umweltschutz, soziale Verantwortung und Wirtschaftlichkeit bewirtschaftet werden. Ziel ist es, wild lebende Tiere und Pflanzen sowie Böden und Gewässer zu schützen und zu bewahren sowie die Lebensumstände der Arbeiter, ihrer Familien und der lokalen Gemeinden zu verbessern.

EU Bio Logo

EU-Bio-Logo

Das EU-Bio-Logo gilt für alle vorverpackte ökologisch erzeugte Lebensmittel, die in einem EU-Mitgliedsstaat hergestellt werden und die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau erfüllen. Kriterien sind zum Beispiel, dass die Lebensmittel frei von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) sind und dass weder synthetische Pflanzenschutzmittel noch leicht lösliche mineralische Dünger eingesetzt werden. Das EU-Bio-Logo ist europaweit geschützt.

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Kaffee aus fairem Handel

Kaffee aus Fairtrade-zertifiziertem Anbau ist uns besonders wichtig, daher unterstützen wir Kleinbauern und -bäuerinnen seit Beginn unserer Partnerschaft. 2016 bis 2023 haben wir ein sechs Kaffeekooperativen in Caranavi, Bolivien unterstützt. Im Fokus standen die Stärkung kleinbäuerlicher, demokratischer Strukturen und der Geschlechtergerechtigkeit. Im Verlauf dieser Kooperation wurden 300 Kleinbauern und weitere 90 Personen zu Promotoren des fairen Handels ausgebildet, die ihr Wissen in der Praxis an andere weitergeben. Zusätzlich wurden Schulungsmaßnahmen zur Verbesserung der Kaffeebohnen-Qualität sowie konkrete Klimawandel-Anpassungsmaßnahmen durchgeführt. Dies ermöglicht den bolivianischen Kleinbauern und -bäuerinnen ihr Einkommen aus dem Kaffeeanbau zu erhöhen, um einen für die Zukunft gerüsteten kleinbäuerlichen Kaffeesektor zu gewährleisten.
Im Jahr 2024 startete das neue, auf drei Jahre angelegte Fairtrade-Projekt in Peru. Zwei Kaffeekooperativen mit insgesamt 800 Kleinbauern und -bäuerinnen werden darin unterstützt die Resilienz gegenüber dem Klimawandel zu erhöhen und die Anforderungen der neuen EU-Entwaldungsverordnung umzusetzen. Von der Qualität und dem Geschmack des Fairtrade-zertifizierten Kaffees können sich unsere Kunden nicht nur zu Hause, sondern auch an allen Heißgetränkeautomaten in unseren Filialen direkt vor Ort überzeugen, denn dort bieten wir ausschließlich Fairtrade-zertifizierten Kaffee an.

Image_Fair handeln_Fairtrade_Subheader Rosen

Rosen aus fairem Handel

Kenia in Ostafrika ist eines der wichtigsten Anbauländer für Rosen, wobei die Mehrheit der Beschäftigten auf den Farmen Frauen sind. Durch den Verkauf von Fairtrade-zertifizierten Rosen wird besonders die Position von Blumenarbeiterinnen gestärkt, denn Fairtrade schreibt einen Mutterschutz vor, setzt sich gegen Diskriminierung und sexuelle Belästigung ein und schult Frauen für Führungspositionen. Weitere Sozialstandards, die auf Fairtrade zertifizierten Blumen-Farmen eingehalten werden müssen sind: feste Arbeitsverträge, Versammlungs- und Gewerkschaftsfreiheit und klare Arbeitszeitregelungen, Schutzkleidung und Trainings zum sicheren Umgang mit Chemikalien.
Für die Farmen gelten außerdem strenge Umweltkriterien. Wassersparende Bewässerung, ein nachhaltiges Wassermanagement, zum Beispiel durch den Einsatz von natürlichen Kläranlagen, Kompost- und Müllmanagement sind ebenfalls Bestandteile der Fairtrade-Standards. Zudem wird der Einsatz von Pestiziden stark reduziert und der natürliche Pflanzenschutz gestärkt.

Image_Fair handeln_Fairtrade_Rosen ZU ERSETZEN

Grace Mwangi:

"Ich habe durch Fairtrade viel Selbstbewusstsein gewonnen. Aber Fairtrade hat nicht nur mich, sondern auch meinen Arbeitgeber und meine ganze Gemeinde stärker gemacht“

 


Grace Mwangi ist Beschäftigte auf der Blumenfarm Karen Roses in Kenia, von der auch Lidl unter anderem Rosen bezieht. Mit dem Kauf von Lidl Fairtrade-Rosen unterstützen Sie Grace und Ihre Kolleginnen.