Gesunder Bowl

Mehr Ballaststoffe im Alltag

Aktuelle Studien wie der Global Nutrition Report der WHO zeigen: Vollkorn ist der größte Hebel, um gesund alt zu werden. Vollkornprodukte enthalten mehr Ballaststoffe, die die Darmgesundheit fördern und damit Gesundheitsrisiken vorbeugen. Daher verbessern wir die ernährungsphysiologischen Aspekte unseres Sortiments. 

„Um eine wachsende Weltbevölkerung innerhalb der planetaren Grenzen gesund zu ernähren, ist ein globaler Ernährungswandel nötig. Wir bei Lidl setzen uns seit Jahren dafür ein, dazu unseren Beitrag zu leisten – auf Basis der wissenschaftlichen Erkenntnisse der Planetary Health Diet.“

Christoph Graf
Geschäftsleiter Einkauf, Lidl Dienstleistung GmbH & Co. KG

Vollkornprodukte enthalten durch den Erhalt der Randschichten des Korns mehr Ballaststoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Mineralstoffe (Zink, Eisen, Magnesium) und Vitamine (B1, B2, Folsäure) als ausgemahlene Weißmehlprodukte. Ballaststoffe sind für uns Menschen unverdaulich, sie bilden jedoch die Nahrungsgrundlage für unsere Darmbakterien. Ballaststoffe werden von unseren Darmbakterien fermentiert, was wiederum unsere Darmgesundheit verbessert. Dadurch werden Gesundheitsrisiken für Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduziert – mit positiven Effekten für die Lebensdauer. *

*Geng Zong, Alisa Gao, Frank B. Hu, Qi Sun: Whole Grain Intake and Mortality From All auses, Cardiovascular Disease, and Cancer: A Meta-Analysis of Prospective Cohort Studies, 2016.

Rezepturen im Wandel

Ganzheitliche Reformulierung

Lidl in Deutschland entwickelt seine Eigenmarkenartikel weiter, um Kunden eine noch größere Auswahl ausgewogener Produkte zu bieten. Dabei verfolgen wir einen ganzheitlichen Reduktionsansatz bei Zucker, Salz, gesättigten Fettsäuren und der Energiedichte, aber auch bei Zusätzen wie Aromen, Konservierungs- und Farbstoffen.

Gramm für Gramm reduzieren

Wir wollen den Anteil an zugesetztem Zucker und Salz in unseren Eigenmarkenprodukten kontinuierlich reduzieren. Den Fokus legen wir dabei auf Artikel wie etwa Frühstücks-Cerealien, sowie auf weitere Produkte verschiedener Warengruppen – etwa Softgetränke, Molkereiprodukte, Wurstwaren, Snackprodukte und Fertiggerichte. Wir achten darauf, dass der eingesparte Zucker nicht durch Süßstoffe ersetzt, sondern schrittweise so reduziert wird, dass die Kunden sich an den weniger süßen Geschmack gewöhnen können. Dazu verzichtet Lidl weitgehend auf die Süßkraft des Glukose-Fruktose-Sirups, der nur in Ausnahmefällen für technologische Zwecke wie beispielsweise zur besseren Löslichkeit Verwendung finden darf. Durch kontinuierlich weiterentwickelte Produktformulierungen konnten wir in unseren Eigenmarkenprodukten bis einschließlich 2024 die Anteile an Salz um ca. 18,73 Prozent und bei Zucker um 19,42 Prozent im Durchschnitt und absatzgewichtet senken. 

Weniger Zucker und Salz in unseren Eigenmarken

Close-up of a rapeseed field. Rapeseed oil advertisement

Mehr gesunde Öle & Fette

Wir verbessern die Qualität der Fette und Öle in unseren Lidl Eigenmarken hinsichtlich der Ernährungsphysiologie und der Nachhaltigkeit. Hierfür prüfen wir bei allen Eigenmarkenprodukten, ob die Verwendung von hochwertigem Pflanzenöl möglich ist. Dabei wird in Europa angebautes Pflanzenöl präferiert. Dadurch erhöhen wir bis 2025 kontinuierlich den Anteil ungesättigter Fettsäuren bei Lidl Eigenmarken. 

Flat lay of salad bowl with fresh ingredients arranged on rustic wooden table in natural light

Zusatzstoffe

Zusatzstoffe sind Substanzen, die Lebensmitteln aus technologischen Gründen zugesetzt werden. Wissenschaftliche Erkenntnisse und Verbraucherzentralen raten generell und insbesondere bei Kindern davon ab, hochverarbeitete Lebensmittel mit bestimmten Zusatzstoffen zu verzehren.* Deshalb arbeiten wir kontinuierlich daran, Zusatzstoffe wie Aromen, Farb- und Konservierungsstoffe in unseren Lidl Eigenmarkenprodukten zu reduzieren.  

*Leonie Elizabeth, Priscila Machado, Marit Zinöcker, Phillip Baker, Mark Lawrence: Ultra-Processed Foods and Health Outcomes: A Narrative Review, 2020
Homemade food and little helper

Neue Standards im Kindermarketing

Da eine Fehlernährung im Kindesalter das Risiko ernährungsbedingter Erkrankungen im Erwachsenenalter erhöht, ist die Bewerbung gesunder Lebensmittel und der Verzicht von Werbung ungesunder Lebensmittel bis zum 14. Lebensjahr zentral für die Gesundheit.*

Alle Lebensmittel, welche die Nährwertvorgaben des WHO-Nährwertprofils und die Lidl Zusatzkriterien einhalten, werden als gesunde Lebensmittel betrachtet und dürfen in Kinderumgebung beworben werden. Weihnachten, Fasching, Ostern und Halloween sind besondere Anlässe im Leben eines Kindes und definieren daher nicht alltägliches Ernährungsverhalten. Daher haben wir uns bei diesen Anlässen für eine Ausnahme entschieden. Beispielsweise sind der Schokoladen-Weihnachtsmann oder -Osterhase kulturelle Symbole, die wir den Kindern nicht vorenthalten möchten.

* Verbraucherzentrale Bundesverband: Lebensmittel mit Kinderoptik und deren Bewerbung, 2021.

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eine eigenes für die Ernährung von Kindern entwickelte Bewertung von Lebensmitteln als gesund oder ungesund definiert. Das Nährwertprofil gliedert Lebensmittel in 17 Kategorien und legt für die Nährstoffzusammensetzung Schwellenwerte fest, bei deren Überschreiten keine Vermarktung an Kinder erfolgen soll. Kriterien der Bewertung sind der Gesamtfett- sowie der Gesamtzuckergehalt, gesättigte Fette, zugesetzter Zucker und Süßungsmittel, Salz sowie die Energiedichte eines Lebensmittels.

Die Lidl Zusatzkriterien umfassen Vorgaben zum Einsatz von Zusatzstoffen, Aromen und Farbstoffen.