Bei Lidl gibt es verschiedene Label, die auf nachhaltig produzierte Waren im Sortiment hinweisen. Mit Siegeln gekennzeichnete Eigenmarken-Produkte geben Verbrauchern zusätzliche Orientierung und bestätigen unsere hohen Qualitäts- und Produktstandards.

Je nach Produkt spielen verschiedene soziale oder ökologische Aspekte eine Rolle, deshalb finden sich unterschiedliche Labels im Sortiment wieder. Beispielsweise werden Elektronik, Haushaltsgeräte, Spielzeug oder Möbel neben der Lidl-internen Prüfung auch von unabhängigen Instituten eingehend untersucht.

Das ASC Siegel

Der Aquaculture Stewardship Council (ASC) wurde 2010 gegründet und ist eine unabhängige gemeinnützige Organisation. Ziel ist es, die Fischzucht global nachhaltiger zu gestalten. Das Siegel kennzeichnet Fisch und Meeresfrüchte von Züchtern, die nachweislich die Umwelt schonen und für gute Arbeitsbedingungen sorgen. Die Produkte lassen sich transparent und lückenlos bis zur Erzeugung rückverfolgen. So wissen Verbraucher beim Kauf von Fisch und Meeresfrüchten jederzeit, wo die Produkte herkommen und wie sie hergestellt wurden.

Cradle2Cradle

Mit dem Cradle to Cradle Certified™ Produktstandard können kreislauffähige Produkte wie Textilien zertifiziert werden.  Eine Cradle to Cradle Produktzertifizierung verlangt die Bewertung von Produkten in fünf Kategorien: Material-Gesundheit, Material-Wiederverwendung, Einsatz erneuerbarer Energien, Wassermanagement und soziale Verantwortung. Die Zertifizierung wird vom Cradle to Cradle Products Innovation Institute in fünf Stufen (Basic, Bronze, Silber, Gold und Platin) vergeben, je nach Leistungsniveau eines Produkts in den verschiedenen Kategorien. Der Standard wurde von William McDonough und Dr. Michael Braungart entwickelt. Das Cradle to Cradle Products Innovation Institute hat seinen Hauptsitz in Oakland, Kalifornien, mit Büros in Washington DC und Amsterdam.

Das EU Ecolabel

Das EU Ecolabel ist ein internationales Gütesiegel, das in allen EU-Mitgliedsstaaten, sowie der Türkei, Norwegen, Island und der Schweiz anerkannt ist. Ziel des EU Ecolabels ist es, dem Verbraucher zu ermöglichen, umweltfreundlichere und gesündere Produkte zu identifizieren. Zertifiziert werden Produkte oder Dienstleistungen, die geringere Umweltauswirkungen haben als vergleichbare Produkte. Das EU Ecolabel stellt hohe Anforderungen bezüglich einer sozialen und umweltfreundlichen Herstellung sowie Gebrauchstauglichkeit. Die Zertifizierung bezieht sich auf den gesamten Produktlebenszyklus, von der Rohstoffgewinnung bis hin zur Produktion, Verteilung und Entsorgung.

Das Fairtrade-Rohstoff-Siegel

Neben den Fairtrade-Produkt-Siegeln gibt es die Fairtrade-Rohstoff-Siegel für fair gehandelte Zutaten in einem zusammengesetzten Produkt. Die Fairtrade-Rohstoff-Siegel beziehen sich auf eine einzelne fair angebaute und gehandelte Zutat, nämlich auf Kakao, Zucker oder Baumwolle. Diese Zutaten können im Wege des Mengenausgleichs gehandelt werden.

Nur die im Siegel angegebene Zutat im Mischprodukt ist Fairtrade-zertifiziert – beispielsweise wurde die für einen Schokoriegel benötigte Menge Kakao oder Zucker unter Fairtrade-Bedingungen eingekauft. An den Fairtrade-Standards in den Anbauländern ändert sich nichts - die Kooperativen erhalten stabile Mindestpreise und Prämien. Die Kontrollen werden von FLOCERT durchgeführt.

Das FSC-Logo

Der Forest Stewardship Council® ist eine nichtstaatliche, gemeinnützige Organisation. Er hat das Ziel, eine umweltgerechte, sozialverträgliche und ökonomisch tragfähige Waldnutzung zu fördern. Das FSC®-Siegel steht für den Erhalt von natürlichen Wäldern und gegen die Umwandlung zu Plantagen sowie für die Einhaltung der FSC®-Standards über die gesamte Verarbeitungs- und Handelskette. Wichtige Kriterien sind die Verwendung standortgerechter Baumarten, der Schutz wertvoller Lebensräume, das Verbot gentechnisch veränderter Pflanzen sowie die Vermeidung von Pestiziden. Das Label wird in drei Abstufungen vergeben. Die Einhaltung der FSC®-Regeln wird mindestens einmal jährlich von unabhängigen Prüfern kontrolliert.

Das MSC-Siegel

Der Marine Stewardship Council (MSC) ist eine internationale gemeinnützige und unabhängige Organisation. Ihr Ziel ist es, der weltweiten Überfischung entgegenzuwirken und die globale Fischindustrie nachhaltig zu gestalten. Das MSC-Siegel stellt sicher, dass die befischten Bestände auf einem hohen Niveau bleiben. Fanggeräte sollen verantwortungsvoll eingesetzt, Auswirkungen auf das Ökosystem sowie der Beifang minimiert werden. So bleibt der Lebensraum der Fische und anderer Meeresbewohner für künftige Generationen erhalten.

Das Rainforest Alliance CertifiedTM

The seal identifies products that are wholly or in part sourced from farms that are Rainforest Alliance Certified. The origins must be managed according to strict guidelines of the Rainforest Alliance Sustainable Agriculture Standard. This includes criteria for environmental protection, social responsibility and profitability. The guidelines were developed on the one hand to protect and preserve wildlife and plants as well as soil and water, and on the other hand to improve the living conditions of the workers, their families and the local communities.

RSPO (Roundtable on Sustainable Palm Oil)

Der Roundtable on Sustainable Palm Oil (RSPO) ist eine globale Initiative, die das Ziel hat, nachhaltiges Palm(kern)öl zur Norm zu machen. Das Label fördert nachhaltigere Anbaumethoden der Ölpalmen. So soll die Umwelt weniger geschädigt werden. Die Kriterien, um zertifiziert zu werden, sind ökologischer und sozialer Natur. Dazu zählt u. a., dass die Grundrechte der Bauern und Arbeiter in den Erzeugerregionen respektiert werden. Auch sollen schützenswerte Gebiete vom Anbau von Palmen für Palm(kern)öl ausgeschlossen werden.

STANDARD 100 by OEKO-TEX®

Hinter dem Produktlabel STANDARD 100 by OEKO-TEX® steht ein weltweit einheitliches, unabhängiges Prüf- und Zertifizierungssystem für Textilien. Es beinhaltet Schadstoffprüfungen, welche gesetzlich verbotene und gesundheitsbedenkliche Chemikalien umfassen. Die im Standard festgelegten Grenzwerte dienen dem Verbraucherschutz und gehen vielfach über die (inter)nationalen Vorgaben hinaus.

Verein für kontrollierte alternative Tierhaltung e. V. (KAT)

Der Verein für kontrollierte alternative Tierhaltungsformen e. V. (KAT) wurde 1995 gegründet. KAT steht für eine umfassende Rückverfolgbarkeit und Herkunftssicherung von Eiern aus alternativen Hennenhaltungssystemen in Deutschland und benachbarten EU-Ländern. Die KAT-Kriterien berücksichtigen die Bestimmungen der deutschen Hennenhaltungsverordnung sowie Aspekte des Tierschutzes. Sämtliche KAT-Mitgliedsbetriebe, vom Futtermittelwerk bis zum Vertrieb, sind in das Kontrollsystem eingebunden.

Das QS-Prüfzeichen

Das QS- Prüfzeichen steht für eine transparente und sichere Lebensmittelproduktion. Dahinter verbirgt sich ein Qualitätssicherungssystem für frische Lebensmittel wie Fleisch- und Wurstwaren oder Obst und Gemüse. Das QS- Prüfsystem umfasst alle Stufen der Lebensmittelkette von der Herstellung bis zur Vermarktung. Die teilnehmenden Betriebe müssen strenge Anforderungen erfüllen, z.B. bei Hygiene und Rückverfolgbarkeit. Regelmäßige unabhängige Kontrollen stellen sicher, dass die Kriterien eingehalten werden.

Der Blaue Engel

Getragen vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit, dem Umweltbundesamt,der Jury Umweltzeichen und der RAL GmbH, gibt es den Blauen Engel bereits seit 1978. In seinen Anforderungen prüft der Blaue Engel insbesondere die Auswirkungen der Produkte und Dienstleistungen auf die Umwelt: auf das Klima, die Ressourcen, das Wasser, den Boden und die Luft. Ebenfalls im Fokus der Prüfung stehen deren Auswirkungen auf den Menschen. Der Blaue Engel garantiert, dass die Produkte und Dienstleistungen hohe Ansprüche an Umwelt-, Gesundheits- und Gebrauchseigenschaften erfüllen. Dabei ist bei der Beurteilung stets der gesamte Lebensweg zu betrachten. Für jede Produktgruppe werden Kriterien erarbeitet, die die mit dem Blauen Engel gekennzeichneten Produkte und Dienstleistungen erfüllen müssen. Um dabei die technische Entwicklung widerzuspiegeln, überprüft das Umweltbundesamt alle drei bis vier Jahre die Kriterien.

Geprüfte Qualität Bayern

Das Siegel steht für das Qualitäts- und Herkunftssicherungsprogramm des Freistaates Bayern. Damit spezifische Qualitätskriterien und die bayrische Herkunft über die gesamte Lebensmittelkette eingehalten werden, wird stufenübergreifend kontrolliert, und zwar gleich dreifach: durch unabhängige Zertifizierungsstellen, unter staatlicher Aufsicht und durch die Selbstkontrolle der teilnehmenden Betriebe. Dabei werden an die Produktqualität Anforderungen gestellt, die über dem gesetzlichen Standard liegen. Auch Produktion und Verarbeitung unterliegen strengen Auflagen.

Das V-Label

Das V-Label der Europäischen Vegetarier-Union weist vegetarische und vegane Produkte aus. Da es für diese bisher keine verbindliche gesetzliche Definition gibt, bietet das unabhängige Label durch einheitliche Kriterien Transparenz. So wird es z.B. grundsätzlich nicht für Produkte vergeben, die als GVO deklariert werden, also gentechnisch veränderte Zutaten enthalten. Die Produkte werden regelmäßig durch Audits und Laboranalysen kontrolliert. So wird sichergestellt, dass alle Kriterien eingehalten werden und die Qualität gleich hoch bleibt.

Das PEFC-Siegel (Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes)

Das Siegel des Zertifizierungssystems für nachhaltige Waldbewirtschaftung (PEFC) kennzeichnet Holz und Holzprodukte, die aus ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltiger Forstwirtschaft stammen. Das bedeutet, dass die gesamte Produktherstellung vom Rohstoff bis zum gebrauchsfertigen Endprodukt zertifiziert ist. Dies wird durch unabhängige Gutachter, wie beispielsweise dem TÜV, jährlich kontrolliert. Produkte, die das PEFC-Siegel tragen, müssen mindestens 70 % aus PEFC-zertifizierten bzw. recycelten Materialien bestehen.

Fur Free Retailer

Das Programm Fur Free Retailer (pelzfreier Einzelhändler) entstand auf Initiative der Fur Free Alliance, in der sich international führende Tier- und Umweltschutzverbände zusammengeschlossen haben. Die Allianz setzt sich weltweit dafür ein, dass keine Pelztiere mehr gezüchtet und getötet werden. In Deutschland vertritt VIER PFOTEN-Stiftung für den Tierschutz das Programm. Die Initiative weist Einzelhändler aus, die sich schriftlich dazu verpflichtet haben, keinen Echtpelz mehr zu verkaufen.

 

Das UEBT-Label

Die UEBT-Zertifizierung (Union for Ethical Biotrade) ist eine 2007 gegründete gemeinnützige Organisation. Sie verfolgt das Ziel, durch einen definierten Standard für die Beschaffung und Nutzung von Rohstoffen die Biodiversität zu fördern. Ihre Mitglieder stellen durch die Einhaltung des Standards sicher, dass die lokale Entwicklung und Erhaltung der ökologischen Vielfalt gefördert wird.

Das UEBT/UTZ-Label

UTZ und die Union for Ethical Biotrade (UEBT) haben sich 2015 zusammengeschlossen, um das Programm für nachhaltigen Kräutertee zu gründen. Das Zertifizierungsprogramm konzentriert sich darauf, die biologische Vielfalt zu schützen, die Qualitätsstandards für Kräuter zu fördern und eine bessere Zukunft für Bauern und Arbeiter zu schaffen.

Fairglobe

Als erster Lebensmittelhändler Deutschlands haben wir bereits 2006 Produkte mit Fairtrade-Siegel unter der Eigenmarke Fairglobe eingeführt. Von Kaffee über Schokolade bis hin zu Orangensaft und vielen weiteren Artikeln reicht das Sortiment. Auch im Non-Food-Bereich finden Kunden Produkte mit dem unabhängig kontrollierten Siegel, z. B. bei den Textilien. Über 1,6 Millionen Kleinbauern und Beschäftigte können heute von festen Mindestpreisen und der Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte profitieren. Auch die Kunden in Deutschland gewinnen. Denn wer verantwortungsbewusst handelt, verbessert nicht nur die Herstellungsbedingungen, sondern auch die Qualität von Produkten. So erhalten Kunden hochwertige, unter fairen Bedingungen erzeugte Artikel zu guten Preisen.

Das Landjunker-Sortiment

Unter unserer Eigenmarke „Landjunker“ vertreiben wir Geflügel, das ausschließlich in Deutschland produziert wird, d.h. ausgebrütet, aufgezogen, und in zertifizierten Betrieben geschlachtet wird. Auch das Futter für die Tiere stammt aus deutschen Futtermühlen. Im Mittelpunkt allen Handelns steht das Wohl der Tiere. Es basiert auf geprüften Tierschutzstandards, die weit über das vom Gesetzgeber vorgeschrieben Maß hinausreichen und an deren Entwicklung Wissenschaftler sowie Tierschutzexperten beteiligt waren. Die wichtigsten Kriterien für das mit dem Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes zertifizierte Wiesenhof Privathof-Geflügel sind mehr Zeit zum Heranwachsen, mehr Platz und eine abwechslungsreiche Umgebung, z.B. durch Strohballen, Picksteine und Sitzstangen.

Cotton made in Africa

Cotton made in Africa ist eine Initiative der Aid by Trade Foundation und einer der weltweit führenden Standards für nachhaltig produzierte Baumwolle. Die Initiative verfolgt das Ziel, mit Hilfe zur Selbsthilfe – also durch Handeln statt Spenden – Kleinbäuerinnen und Kleinbauern in Afrika bessere Lebens- und Arbeitsbedingungen zu ermöglichen und Umweltschutz gezielt zu fördern. In Schulungen vor Ort erlernen die Bauern effiziente und nachhaltige Anbaumethoden, die ihnen helfen, bessere Erträge zu erzielen sowie die Umwelt und ihre Gesundheit zu schonen. Ermöglicht wird dies durch den Beitrag verantwortungsvoller Textilunternehmen als Partner von Cotton made in Africa.

Haltungsform

Anfang Februar 2018 hat Lidl als erster Händler mit dem Lidl-Haltungskompass ein verständliches 4-Stufen-Modell eingeführt. Um den Verbrauchern insgesamt mehr Transparenz und Einheitlichkeit bei der Kennzeichnung anzubieten, haben Lidl und weitere Lebensmitteleinzelhändler im Rahmen des Branchenbündnisses Initiative Tierwohl die bestehenden Haltungskennzeichnungen im Markt durch die unternehmensübergreifende Haltungs-form vereinheitlicht. Mit dieser Haltungsform kennzeichnet Lidl seit April 2019 alle Frischfleischprodukte.  Wie zuvor der Lidl-Haltungskompass zeigt das vierstufige System, wie die Tiere gehalten wurden. Durch diese Kennzeichnung werden Kunden unterstützt, eine bewusste Kaufentscheidung für eine tierwohlgerechtere Haltung zu treffen.

Bayerisches Bio-Siegel (BBS)

Der Freistaat Bayern zeichnet mit dem Bayerischen Bio-Siegel Produkte aus, deren Herkunft nicht nur aus Bayern gesichert ist, sondern die zudem auch unter strengen Öko-Richtlinien produziert wurden. Dabei müssen die Herkunftsbetriebe der Rohstoffe sowie die verarbeitenden Betriebe Standards einhalten, die sich an vier Öko-Anbauverbänden orientieren (Bioland, Biokreis, Demeter und Naturland) und deutlich über der EU-Öko-Verordnung liegen. Wie auch bei Geprüfte Qualität Bayern wird durch ein mehrstufiges Kontrollsystem die Einhaltung der Vorgaben gesichert.

Ein gutes Stück Bayern

Mit unserer Eigenmarke „Ein gutes Stück Bayern“ hat Lidl ein Konzept geschaffen, dass es uns in Bayern ermöglicht, dem Verbraucherwunsch nach regionalen Produkten zu entsprechen. Unsere Produkte wie z.B. Milch und Erzeugnisse auf Milchbasis, Fleisch und Eier werden regional erzeugt. Sie sind teilweise durch das staatliche Herkunftssicherungsprogramm „Geprüfte Qualität Bayern“ zertifiziert oder auch mit dem „Regionalfenster“ ausgezeichnet.

Deutscher Tierschutzbund

Das Label „Für Mehr Tierschutz“ wird vom Deutschen Tierschutzbund vergeben. Es kennzeichnet Produkte tierischen Ursprungs, welche unter Standards erzeugt wurden, die für die Tiere einen wirklichen Mehrwert an Tierschutz sicherstellen. Tiere in der Landwirtschaft sollen sich artspezifisch verhalten und ihren Bedürfnissen bezüglich der Haltungsumgebung nachgehen können. Die gesetzlichen Vorgaben gewährleisten dies bisher nicht. Das zweistufige Label gilt für Produkte von Masthühnern/-schweinen, Legehennen/Eier sowie Milchkühe. Beiden Stufen liegen jeweils verbindliche Anforderungen an die Tierhaltung, den Tiertransport und die Schlachtung zugrunde. Mit einem größeren Platzangebot, Strukturen und Beschäftigungsmöglichkeiten bietet der Einstiegsstandard einen ersten eindeutigen Mehrwert für die Tiere. Der Premiumstandard entspricht mit einem noch höheren Platzangebot bzw. Außenklimabereichen oder Auslaufmöglichkeiten den Anforderungen an eine tiergerechte Haltung.

Der Grüne Knopf

Der „Grüne Knopf“ ist ein globales Siegel mit staatlicher Unterstützung und kennzeichnet sozial und ökologisch nachhaltig hergestellte Textilien, die von verantwortungsvoll handelnden Unternehmen in Verkehr gebracht werden. Ziel des „Grünen Knopfs“ soll der Schutz von Mensch und Umwelt in der gesamten Lieferkette sein.

Ein Produkt muss zahlreiche soziale und ökologische Mindeststandards einhalten, deren Erfüllung über vorhandene, anerkannte und glaubwürdige Siegel nachgewiesen wird. Zusätzlich muss das Unternehmen als Ganzes dokumentieren, dass es seinen Sorgfaltspflichten in der Lieferkette nachkommt. Dies kann z.B. über das Commitment zu den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen, über sektorspezifische Empfehlungen der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) oder eigene Verhaltenskodizes für Lieferanten geschehen. Die Einhaltung der Kriterien werden von unabhängigen Stellen wie etwa dem TÜV überprüft.

In der Einführungsphase deckt der Grüne Knopf die Produktionsstufen „Zuschneiden und Nähen“ (Konfektionierung) sowie „Bleichen und Färben“ (Nassprozesse) ab.

Bioland

 Der Bioland e.V.  ist der führende Bio-Anbauverband in Deutschland und Südtirol.  Über 7.700 Bioland-Bäuerinnen und -Bauern bewirtschaften in Deutschland rund 420.000 ha – also fast 50 % der gesamten heimischen Biofläche. Bioland steht gemeinsam mit seinen Partnern in Herstellung und Handel für verantwortungsvolle Land- und Lebensmittelwirtschaft.  Dabei dienen die Sieben Bioland-Prinzipien als Leitbild, beispielsweise für Kreislaufwirtschaft, artgerechte Tierhaltung, schonende Verarbeitung oder das Fördern von Biodiversität. Stets mit dem übergeordneten Ziel die Lebens-grundlage auf unserer Erde zu schützen. Die Bioland-Richtlinien für Anbau, Tierhaltung und Verarbeitung stellen sicher, dass die Prinzipien langfristig umgesetzt werden. Die Einhaltung der Richtlinien wird mindestens einmal jährlich von staatlich anerkannten, unabhängigen Kontrollstellen überprüft. Neben der steten Weiterentwicklung und Verbreitung des organisch-biologischen Land-Bau ist Bioland auch die zentrale Interessensvertretung der gesamten Branche – von der Basis über Berlin bis nach Brüssel. Wie zum Beispiel bei der Entwicklung eines europa-weiten Bio-Mindeststandards, der in der EG-Öko-Verordnung festgehalten ist.

Pro Weideland- Deutsche Weidecharta-Label

Grundlage für das Siegel ist ein Projekt, das vom Land Niedersachsen gefördert wurde und aus dem die Pro Weideland Chartagemeinschaft hervorging. Die 20 Organisationen aus Landwirtschaft, Wirtschaft, Umwelt-, Natur-, Verbraucher- und Tierschutz setzen sich dafür ein, die Weidehaltung zu fördern. So sollen z.B. Milchkühe an mehr als 120 Tagen im Jahr für mindestens 6 Stunden täglich auf der Weide stehen und ausschließlich gentechnikfreies Futter erhalten. Höfe und Molkereien werden regelmäßig und unabhängig kontrolliert. Eigentümer und Lizenzgeber ist das Grünlandzentrum in Niedersachsen.

Trägerverein „Regionalfenster e.V.“

Das Regionalfenster für Lebensmittel, Blumen und Zierpflanzen gibt seit 2014 Auskunft darüber, woher die Zutaten eines Produktes stammen und wo sie verarbeitet wurden. Bei zusammengesetzten Produkten wird zusätzlich der regionale Rohstoffanteil angegeben. Das Label kommt dem gestiegenen Wunsch der Verbraucher nach regionalen Produkten nach. Bisher wurden rund 4.000 Produkte für die Regionalfensterkennzeichnung registriert, überwiegend in den Bereichen Obst und Gemüse, Fleisch und Wurstwaren sowie Milch und Molkereiprodukte. Unabhängige Kontrollen stellen sicher, dass die Angaben korrekt sind.

Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e.V. (VLOG)

Das Label „Ohne GenTechnik“ wurde 2009 vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft eingeführt. Lebensmittel, die damit gekennzeichnet sind, müssen hohe Anforderungen erfüllen und dürfen keine gentechnisch veränderten Bestandteile haben. Das Label wird vom Verband Lebensmittel ohne Gentechnik e. V. (VLOG) vergeben. Es kann für alle Lebensmittel pflanzlicher oder tierischer Herkunft verwendet werden, bei denen Gentechnik eingesetzt werden könnte oder Verbraucher von einem Einsatz ausgehen.

GOTS (Global Organic Textile Standard)

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) wurde von internationalen Standardorganisationen gegründet, die sich für eine umweltverträglichere und sozial verantwortliche Textilproduktion einsetzen. Das Siegel kennzeichnet einen weltweit einheitlichen, kontrollierbaren, sozialen und ökologischen Standard. So erhalten nur solche Textilprodukte das Siegel, die aus mindestens 70 Prozent biologisch erzeugten Naturfasern bestehen. Dabei wird die gesamte textile Produktionskette unabhängig zertifiziert. Alle Produkte sind zudem rückverfolgbar und können in der öffentlichen Datenbank geprüft werden.

Das UTZ-Label

2018 hat sich Rainforest Alliance mit dem Zertifizierungsprogramm UTZ zusammengeschlossen. UTZ ist ein Nachhaltigkeitsprogramm für Kaffee, Kakao, Tee und Haselnüsse. Es schult die Erzeuger in Agrarpraxis und zeigt ihnen, wie sie Kaffee, Kakao, Tee und Haselnüsse professioneller, hochwertiger, ertragreicher und nachhaltiger anbauen können. Ferner werden sie in Betriebsführung, Arbeitsschutz und Umweltmanagement geschult. Ziel des Programms ist, dass die Erzeuger einen höheren Preis für ein besseres Produkt erzielen können. So verbessern sie aus eigener Kraft ihren Lebensstandard. Die teilnehmenden Kleinbauern verpflichten sich, einen Verhaltenskodex einzuhalten. 

Initiative Tierwohl

Die Initiative Tierwohl startete 2015. Unternehmen und Verbände aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel setzen sich mit der Initiative gemeinsam dafür ein, dass Fleisch tiergerechter und nachhaltiger erzeugt wird. Ziel ist es, das Tierwohl in der Nutztierhaltung in Deutschland Schritt für Schritt auszubauen, so dass so viele Tierhalter wie möglich sich der Initiative anschließen. Dazu wurden Tierwohlkriterien erarbeitet, die die teilnehmenden Schweine- und Geflügelhalter umsetzen und für die sie eine Förderung erhalten. Unabhängige Zertifizierungsstellen überprüfen mehrmals im Jahr die Einhaltung der Kriterien.

Das Fairtrade-Label

Fairtrade steht für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen der Kleinbauern und Beschäftigten in Afrika, Asien und Lateinamerika. Mehr als 1,6 Millionen Kleinbauern und Beschäftigte profitieren bereits von stabilen Mindestpreisen, der Fairtrade-Prämie für Gemeinschaftsprojekte und der Förderung von umweltschonendem Anbau. Die unabhängig kontrollierten Fairtrade-Standards umfassen Kriterien zu demokratischen Organisationsstrukturen, Umweltschutz und sicheren Arbeitsbedingungen.

Das EU-Bio-Logo

Das EU-Bio-Logo ist seit dem 01. Juli 2012 auf vorverpackten Bio-Lebensmitteln verbindlich. Es gilt für alle vorverpackten ökologisch erzeugten Lebensmittel, die in einem EU-Mitgliedsstaat hergestellt werden und die EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau erfüllen. Kriterien sind zum Beispiel, dass die Lebensmittel frei von gentechnisch veränderten Organismen (GVO), Geschmacksverstärkern, künstlichen Aromen und Farbstoffen sind. Es dürfen weder synthetische Pflanzenschutzmittel noch leicht lösliche mineralische Dünger eingesetzt werden. Ziel des Logos ist es, dass Verbraucher zertifizierte Bio-Produkte einfacher und schneller erkennen können. Neben dem Logo finden Sie außerdem die Codenummer der jeweiligen Öko-Kontrollstelle sowie die Herkunftsangabe. Das EU-Bio-Logo ist europaweit geschützt.

Das deutsche Bio-Logo

Das deutsche Bio-Siegel wurde im September 2001 eingeführt. Es ist das staatliche Logo für Bio-Erzeugnisse. Mit dem Bio-Siegel können lebende oder unverarbeitete Erzeugnisse aus Landwirtschaft oder Aquakultur sowie verarbeitete landwirtschaftliche Erzeugnisse und solche aus Aquakultur, die zur Verwendung als Lebensmittel oder Futtermittel bestimmt sind, gekennzeichnet werden. Seit der 2012 verpflichtenden Kennzeichnung mit dem EU-Bio-Logo können Hersteller ihre Bio-Waren freiwillig zusätzlich mit dem deutschen Bio-Siegel kennzeichnen.

Bio-Organic

Seit vielen Jahren sind Bio-Lebensmittel ein fester Bestandteil des Lidl-Sortiments. Wir finden es wichtig, die ökologische Landwirtschaft zu unterstützen und unseren Kunden hochwertige Bio-Produkte unter der Eigenmarke Bio Organic zu bieten. Seit Oktober 2018 kooperiert Lidl mit Bioland, dem führenden Verband für ökologischen Landbau in Deutschland und Südtirol. Alle unsere Bio-Lebensmittel stammen aus kontrolliert biologischem Anbau und tragen das offizielle Bio-Siegel der EU. Dafür müssen sie die strengen Richtlinien der EG-Öko-Verordnung erfüllen.